Dez. 2025

Jahresrückblick 2025: Atmung, Ayurveda und die Geschichten hinter meinen stärksten und schwächsten Momenten

Jahresrückblick 2025

Es ist mitten in der Nacht in Neuseeland. Vor mir die kleine steinerne Chapel of the Good Shepherd, über mir ein klarer Himmel, der vor Sternen explodiert. In diesem Moment wird mir klar: Das Universum hält so viel mehr für uns bereit, als wir im Alltag oft wahrnehmen – vor allem dann, wenn wir innehalten, in die Stille lauschen und uns auf das Wesentliche fokussieren.

Genau so fühlt sich mein Jahr 2025 an. Zwischen Milchstraßen-Momenten, manifestiertem Wochenende im Ayurveda Parkschlösschen, tief berührenden Begegnungen in Kenia und ehrlichen Entscheidungen im Business habe ich erlebt, wie sehr Atemtraining und Ayurveda meinen Körper und mein Leben verändert haben – bis hin zu einem Jahr ganz ohne Asthma-Medikamente. In diesem Rückblick nehme ich dich mit hinter die Kulissen: zu den Reisen, den Learnings, den Tränen und den leisen Milky-Way-Momenten, aus denen mein 2025 gewachsen ist.

Verpasse nie wieder einen Blogartikel von mir: Abonniere meinen Atemletter!

Falls du geduldig gewartet hast: Mein Jahresrückblick 2025 ist nun komplett!

Viel Spaß beim Stöbern, inspirieren lassen, Gemeinsamkeiten entdecken und nachdenklich werden.

1. Reisen 2025: Weite im Außen, Wachstum im Inneren

2025 durfte ich viele Ecken unserer Welt entdecken, die Welt auf den Kopf stellen – und jedes dieser Reise-Erlebnisse hat etwas in mir bewegt.

1.1 Winterflucht nach La Palma

Im Januar bin ich dem Schmuddel-Winter und der damit verbundenen Infektzeit im Rhein-Main-Gebiet entflohen und auf die kleine, wenig touristische Kanareninsel La Palma geflogen.

Salzhaltige Meeresluft, Atlantikbrise, diese besondere Klarheit in der Luft – genau das, was meine Atemwege und Lungen lieben und meine Selbstheilung unterstützt.

1.2 Neuseeland & Polynesien: Atemzug für Atemzug

Ende März ging dann ein großer Traum in Erfüllung: Wir fliegen in einem langen Flug ans Ende der Welt nach Neuseeland.

Mit dem Camper entdecken wir hautnah Neuseeland. Dann mit dem Schiff weiter in die Südsee und nach Französisch-Polynesien.

1.2.1 Verliebt in Neuseeland

In Neuseeland habe ich mich sofort verliebt – in die Weite, die Natur, das Licht, die wundervollen Begegnungen und die Momente, in denen der Alltag so weit weg war, dass nur noch Atemzug für Atemzug zählte.

Auf rund 3.000 Kilometern über Nord- und Südinsel sind wir an Weinbergen vorbeigefahren, haben mystische Orte der Ureinwohner, der Maori, besucht und fasziniert die Ausbrüche der Geysire in Rotorua betrachtet.

Viele Wanderungen führten uns zu verwunschenen Wasserfällen und riesigen Farnwäldern. Wir haben in Glowworm-Caves gestaunt und riesige Steinkugeln am Strand von Boulders Beach entdeckt.

Dazu kam die bunte Tierwelt: Kiwi-Birds, der typische flugunfähige Vogel Neuseelands, Pinguine, Opossums – und ganz im Süden eine unfassbar spektakuläre Fjordlandschaft, die mich an Norwegen erinnert hat.

1.2.2 Lake Tekapo - mein Highlight in Neuseeland

Rund um den Lake Tekapo auf der Südinsel liegt das Aoraki Mackenzie Dark Sky Reserve – eine Region, die künstliche Lichtverschmutzung bewusst reduziert, damit der natürliche Sternenhimmel und die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht sichtbar bleiben. Dies war einer der Sehnsuchtsorte, den wir mit dem Camper angesteuert haben.

1.2.3 Südsee: Schön, aber nicht meins

Die mir noch unbekannte Südsee mit ihren polynesischen Einflüssen stand – genau wie Neuseeland – schon lange auf meiner Bucketlist. Also haben wir beides auf einer Reise verbunden und sind ans andere Ende der Welt geflogen. Rückblickend waren es nach diesem intensiven Monat in Neuseeland fast ein bisschen zu viele Eindrücke auf einmal.
So malerisch die Inselwelt zwischen Fiji, Tonga, den Cook- und Gesellschaftsinseln und Französisch-Polynesien auch ist: Ein reiner Aktivurlaub liegt mir mehr. Ich bin einfach keine klassische Sonnenanbeterin, die stundenlang am Strand liegt – dafür ist meine helle Haut auch nicht gemacht.

Mit Air Fijii von Neuseeland nach Fijii

Von Christchurch auf der Südinsel fliegen wir nach Fijii, um dort an Board der MS Paul Gauguin zu gehen, die uns die polynesischen Inseln bis nach Tahiti näher bringt.

1.3 Unterwegs mit den Enkeln

Dazwischen lagen „kleinere“ Reisen, die im Herzen mindestens genauso groß waren

1.3.1 Camping-Wochenende in der Rhön

Ein wunderschönes Camping-Wochenende in der Rhön mit meinen Töchtern und Enkeln endete für mich mit dem „Souvenir Scharlach“, das mich über eine Woche ausgebremst und zuhause auf die Couch gebracht hat.

1.3.2 Bauernhofurlaub mit meinen beiden Enkelinnen

Dieses Mal war die 3-Jährige zum ersten Mal ohne ihre Eltern mit mir unterwegs – ein ganz besonderes Erlebnis mit abendlichen Traktorfahrten, Kälbchen und Hasen füttern und einem neugeborenen Kalb, das sich kurz nach der Geburt auf seine staksigen Beinchen aufrichtete. Die 7-Jährige war kaum vom Striegeln und Reiten der Haflinger Pferde wegzubekommen.

1.3.3 Camping in Zeeland mit meinem 10-jährigen Enkel

Darauf hatten wir uns beide besonders gefreut, weil wir Zeeland und die Nordseestrände lieben. Renesse ist ein wundervoll liebenswerter kleiner Ort.

Buddeln im Sand wird immer ausgefeilter, je älter die Jungs werden: Dieses Mal entstand ein Rennwagen-Cabrio. Dazwischen Tennisturniere, Fußballspiele und Turnen auf den Erlebnisspielplätzen mit anderen Jungs.

Und wir beide konnten einander neu entdecken: gemütlich im Camperbett lesen, gemeinsam frühstücken und abends Backgammon spielen.

1.4 Golf, Berge und neue Wege

Mein Mann schenkte mir einen Golfurlaub in Elmau am Wilden Kaiser, umgeben von Bergen, die mich daran erinnern, wie wichtig eine stabile Basis und ruhiger Atem sind.

So konnten wir unser neues Hobby vertiefen – herrlich, zusammen im „höheren Alter“ noch gemeinsam Neues zu entdecken, zu teilen und dabei stundenlang in der Natur zu sein, auch wenn das Lernen einer neuen Sportart nicht mehr so leichtfällt wie früher. Da darf ich mit mir geduldig sein – nicht ganz einfach für meine Pitta-Natur.

Mit einem Guide konnten wir außerdem eine große Mountainbike-Runde mit vielen Höhenmetern bis nach Kitzbühel und zum Speichersee Astberg mit grandioser Aussicht unternehmen.

Wir haben fast ein Jahr lang überlegt, ob wir mit diesem vorurteilsbehafteten Sport beginnen wollen. Zum einen, weil wir selbst viele Vorurteile hatten, zum anderen, weil wir Menschen kennen, auf die diese Klischees ziemlich gut passen. Wir wollten unseren neuen Sport nicht in einer Umgebung verbringen, in der es vor allem darum geht, im Außen zu zeigen, was man hat oder wie wichtig man ist. Vielleicht verstehst du mich.

Was wir in den letzten eineinhalb Jahren stattdessen entdecken durften:

  • Viele sehr sympathische Menschen – und zum Glück nur echt wenige unangenehme Begegnungen.

  • Sport in unfassbar schöner Natur, die uns immer wieder zum Staunen bringt und uns dankbar macht, dass wir diese Sportart Ü60 noch erlernen und ausüben können.

  • Eine Sportart, in der Frauen und Männer, erfahrene Spieler und Anfänger gut miteinander spielen können – anders als beim Joggen oder Marathon, wo mein Mann früher oft auf mich Rücksicht nehmen musste, damit wir zusammen laufen konnten.

  • Die Erkenntnis, dass der eigentliche „Gegner“ beim Golf immer ich selbst bin – ein spannendes Lernfeld für meine innere Ruhe, Gelassenheit und Ausrichtung.

  • Und: Wir haben eine Aktivität gefunden, die unsere Camperreisen wunderbar ergänzt. Wir haben bereits in Italien, Deutschland und Österreich auf Plätzen gespielt, dort lecker und mit grandioser Aussicht zu Abend gegessen (zu ganz normalen Preisen) und mit dem Camper übernachtet.

Für kommenden Sommer haben wir eine Camper-Golf-Tour durch Südengland und Cornwall geplant – ich freue mich jetzt schon darauf, davon zu erzählen.

Teile gern in den Kommentaren, ob du auch Vorurteile gegenüber dem Golfsport hast oder welche Vorurteile du in deinem Leben irgendwann – so wie wir – revidieren durftest.

1.5 Kenia: Fülle im Miteinander

Und dann Kenia!

In Kenia durfte ich erleben, wie reich ein Herz sein kann, selbst wenn das Konto nicht prall gefüllt ist. Die wunderbaren Mitarbeiter:innen im Cargo Human Care Medical Centre haben für meinen Mann Matthias eine große Abschiedsfeier organisiert – nach 18 Jahren seines ehrenamtlichen Einsatzes.

Es wurde so viel gelacht, obwohl die Menschen dort nicht annähernd so abgesichert leben wie wir.

Sie haben auch mich gewürdigt und beschenkt, weil ich ihm all die Jahre den Freiraum gegeben habe, zwei- bis dreimal im Jahr nach Nairobi zu reisen, um Kinder zu behandeln, die sich keinen Arzt leisten können. Immer wieder standen uns Tränen der Rührung in den Augen – uns, unseren mitreisenden Freunden und dem Team vor Ort.

Und dann haben alle zusammen gesungen – für Matthias, für mich, für uns. Auf den Fotos sieht man uns mit Geschenken überhäuft, aber das größte Geschenk war dieser Moment von Verbundenheit.​

Diese Reise hat mich einmal mehr gelehrt: Materielle Sicherheit ist wertvoll, aber die eigentliche Fülle entsteht im Miteinander – im Dasein füreinander, im Teilen von Zeit, Wissen und Herz.

Feedback

  • Liebe Jutta,
    da kann ich nur sagen : Wow 🤩!
    Neuseeland ist mein Sehnsuchtsland, einmal unter diesem Sternenhimmel zu liegen ein Traum, der sich für mich auch noch erfüllt.
    Klasse, dass du deine Medikamente absetzen konntest. Ich bin ja Apothekerin und sehe was alles verschreiben und „verkonsumiert „ wird an Antiasthmatika. Manchmal frage ich mich, wie die Menschen noch zur Ruhe kommen und schlafen können bei so viel Gebrauch von zum Beispiel Sultanol. Leider werden Alternative Therapien wie das erlernen von bestimmten Atemtechniken kaum angeboten noch angenommen.
    Mein Mann und ich spielen auch Golf und machen es genauso wie ihr, mit dem Camper zum Golfplatz. Ja, manchmal sind die Flights eine echte Herausforderung, dann mache ich immer ganz viel gute Wünsche für alle. Am allerliebsten gehe ich morgens für mich alleine und spiele gegen mich eine Runde.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für das neue Jahr, bleib gesund, herzliche Grüße, Birgit
    Und auf deine Bilder bin noch ganz gespannt.

    • Hallo liebe Birgit,
      am Kamin sitzend und draußen den Schnee bestaunend habe ich gerade deine Zeilen gelesen.
      Oh jaaa, dieser Sternenhimmel ist unfassbar einmalig – vor allem in der Region am Lake Tekapo mit dem „Dark Sky Project“. Zum Weinen schön ist dieser Blick ins Universum und kaum mit Worten zu beschreiben.
      Danke für deine wertvollen Worte bezüglich alternative Therapiemöglichkeiten. Denn in der tat bietet die Buteyko-Methode für Asthmatikerinnen unfassbar wertvolle Atemtechniken. Es lohnt sich soso sehr, diese zu erlernen. Da bin ich das beste Beispiel: nach einer so dramatischen Situation wir 2019 hätte ich mir nie vorstellen können, jemals wieder ohne Asthma-Medikamente leben zu können. Aber es erfordert Disziplin und tägliches Üben. geschenkt bekommen habe ich es nicht. Doch das Atemtraining lohnt sich so sehr. Vermutlich kannst du als Apothekerin dies kaum deinen Kundinnen erzählen – denn es ist so easy, einfach Medikamente zu nehmen satt wirklich (Atem-)Gewohnheiten zu ändern!

      Wie cool, dass auch ihr „Golf-Camping“ macht. Geht es euch auch so, dass euch die Vorurteile zum Golf beschäftigt haben?
      Vielleicht treffen wir uns mit dem Camper irgendwo am Golfplatz…

      Auf deinen Jahresrückblick freue ich mich auch schon sehr. Und herzlichen Dank für deinen tollen Kommentar!
      Atementspannte Grüße
      Jutta 🌬 💚

Ich freue mich über dein Feedback

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mehr aus der Rubrik Rückblicke