Aug. 2025

Chronische Überatmung – die stille Ursache für Müdigkeit, Infekte und Atemnot

Es gibt einen oft übersehenen Grund, warum deine Atemprobleme bleiben – und kaum jemand spricht darüber.
Du machst vielleicht schon Atemübungen.
​ Meditierst. Inhalierst. Probierst jeden Tipp.​
Aber sobald du im Alltag bist – beim Treppensteigen, im Meeting, beim Einkaufen – ist die Enge wieder da.

Ich kenne das.

​Früher dachte ich auch: Wenn ich nur die richtige Übung finde, wird alles besser.

Ich habe Yoga gemacht, Pranayama geübt, mir Apps runtergeladen.​
Aber die Atemnot blieb.

Bis ich verstand:
Es geht nicht um die 5 Minuten Übung.

Es geht darum, WIE du die restlichen 23 Stunden und 55 Minuten atmest.

Dein Körper atmet 20.000 bis 25.000 Mal am Tag.

Wenn du dabei unbewusst durch den Mund atmest oder zu viel Luft holst, arbeitet dein Körper gegen dich.

Das nennt man Überatmung.

Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.
Denn wenn du erkennst, was da in deinem Körper passiert, wirst du sagen: „Das bin ja ich!"​

Chronische Überatmung – unsichtbarer Energieräuber, den fast niemand erkennt

Vielleicht atmest du gerade zu viel – ohne es zu merken.​
Nicht zu wenig. Sondern zu viel. Zu oft. Zu schnell.

Und das kann der Grund sein, warum du dich müde, verspannt und wie abgekoppelt von deiner Energie fühlst.

Das klingt paradox, oder?

Aber genau das passiert bei der sogenannten chronischen Überatmung – einem Atemmuster, das Millionen Menschen betrifft, ohne dass sie davon wissen.

​Es ist, als würde dein Körper ständig im Alarmzustand laufen. Und du denkst, du brauchst mehr Sauerstoff – doch in Wahrheit verlierst du das, was du dringend brauchst: CO₂ – Kohlendioxid.​

Was ist chronische Überatmung?

Chronische Überatmung bedeutet:
Du atmest mehr Luft, als dein Körper eigentlich braucht.

Das passiert meist unbewusst – durch Stress, falsche Haltung, Mundatmung, sportliche Überforderung oder bestimmte Atemgewohnheiten.

Die Folge: Du atmest zu viel CO₂ aus.

Doch CO₂ ist nicht einfach ein Abfallgas – sondern essentiell, damit Sauerstoff aus deinem Blut überhaupt in den Zellen ankommt.

​Ein Beispiel aus meinem Leben:

Früher bin ich morgens aufgestanden und hatte schon das Gefühl: Ich komme nicht richtig in die Gänge.
Beim Joggen, aber selbst beim Treppensteigen wurde mir schnell die Luft knapp.​
Im Meeting musste ich mich räuspern, weil ich das Gefühl hatte, nicht genug Luft zu bekommen.​ Bei Präsentationen wurde ich kurzatmig, hatte immer das Gefühl, mehr atmen zu müssen.
Und abends? War ich völlig erschöpft – obwohl ich doch den ganzen Tag geatmet hatte.

Was ich damals nicht wusste:
Ich habe zu viel geatmet!

Ich dachte, mein Körper ist schwach.
Dass ich einfach nicht belastbar bin.

Bis ich die Buteyko-Methode kennengelernt habe – und verstand: Mein Körper war nicht schwach. Er hat mir nur gezeigt, dass meine Atmung aus dem Gleichgewicht war.

Warum CO₂ so wichtig ist – Bohr-Effekt einfach erklärt

Dein Körper funktioniert wie ein fein abgestimmtes Orchester.
Und CO₂ ist der Dirigent.
Er gibt den Einsatz, damit der Sauerstoff aus dem Blut dorthin gelangt, wo er gebraucht wird – in die Zellen, ins Gehirn, in die Muskeln.

Fehlt CO₂, kommt der Sauerstoff nicht an.
Er bleibt an das Hämoglobin (das ist der rote Blutfarbstoff im roten Blutkörperchen)  gebunden – das klingt jetzt technisch, bedeutet aber einfach:

Obwohl du viel atmest, kommt der Sauerstoff nicht da an, wo du ihn brauchst.

Dein Blut ist voll – aber die Zellen warten vergeblich auf Energie.

Noch einfacher? Denk an ein Taxi:

Stell dir vor, dein rotes Blutkörperchen ist wie ein Taxi.
Der Sauerstoff ist der Fahrgast – und deine Zelle (z. B. im Muskel) wartet an der Straße.

Nun braucht es etwas, das die Tür aufmacht, damit der Sauerstoff aussteigen kann.
Und genau dafür ist CO₂ da. Es ist der Türöffner.

🟢 Wenn genug CO₂ da ist → Das Taxi hält, die Tür geht auf, der Sauerstoff steigt aus – und die Zelle bekommt Energie.

🔴 Wenn CO₂ fehlt → Das Taxi hält nicht. Die Tür bleibt zu. Die Zelle wartet – aber der Sauerstoff kommt nicht an.

Ergebnis?

  • Du fühlst dich müde trotz „genug Luft“

  • Du bekommst Druck in der Brust, kalte Hände, Konzentrationsprobleme

  • Dein Immunsystem ist geschwächt – und du bist dauernd erschöpft

Und das ist der Bohr-Effekt:

Nur wenn genügend CO vorhanden ist, kann dein Körper den Sauerstoff (O2) richtig nutzen.

Nicht mehr atmen hilft – sondern bewusster, sanfter und weniger atmen. Denn wir brauchen ein fein ausgewogenes Verhältnis von O2 und CO2.

Lies hier mehr Spannendes zum Bohr-Effekt.

Der Teufelskreis der Überatmung

  1. Du bist gestresst → Atmest schneller

  2. Du verlierst zuviel CO₂ → Sauerstoff kommt nicht mehr in den Zellen an

  3. Dein Körper bekommt weniger Energie → Du atmest noch mehr

  4. Das Nervensystem geht in Alarm → Du spürst Atemnot, Druck, Reizbarkeit

  5. Du atmest noch tiefer → und verstärkst damit den Teufelskreis

Teufelskreis der chronischen Überatmung, Hyperventilation, dyfunktionale Atmung

So beginnt der Teufelskreis:
Du atmest zu viel → verlierst CO₂ → bekommst weniger Energie → atmest noch mehr …

Check-up: Bin ich betroffen?

Check-Up Überatmung

Beantworte die Fragen ehrlich – ohne lange nachzudenken.

👉 Wenn du bei 2 oder mehr Punkten innerlich genickt hast, ist dein Atem wahrscheinlich im Stressmodus.

Aber: Du kannst ihn zurück in die Ruhe führen.
Und genau das lernst du im Buteyko-Atemcoaching.

Du willst es ganz genau wissen?

Dann lade dir jetzt meinen Selbsttest „ATEM UNTER STRESS?“ herunter.

Der Test zeigt dir auf einen Blick:

  • wie stark dein Atemmuster gestört ist
  • welche unbewussten Atemfallen dich Energie kosten
  • und was du ab sofort verändern kannst – ohne komplizierte Techniken

Das Beste: Du bekommst klare Hinweise, wo du ansetzen kannst – ganz ohne Fachchinesisch.

Und das mit einem Klick – [Hier geht’s zum Fragebogen-Download]

Warum „tiefes Atmen“ nicht die Lösung ist

Vielleicht hast du gelernt, dass tiefes Atmen gut für dich sei. Auch im Yoga höre ich oft den Satz: „Atme tief ein.“

Doch: Mehr Luft bedeutet nicht mehr Sauerstoff.

Im Gegenteil: Tiefer, schneller Atem kann zu einem CO₂-Mangel führen – und damit deinen gesamten Stoffwechsel, dein Nervensystem und dein Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen.

Deshalb liegt die Lösung nicht im mehr atmen – sondern im sanfter, weniger und ruhiger atmen.

Als mein Körper die Notbremse zog – und was ich daraus lernte

Früher habe ich nicht verstanden, warum ich trotz Inhalator, trotz Yoga, trotz allem so erschöpft war. Ok, ich war Asthmatikerin, aber dennoch!

​Ich liebte meinen Job. Ich liebte es, Verantwortung zu übernehmen, mehrere Dinge gleichzeitig zu jonglieren und immer 150% zu geben. Organisation war mein zweiter Vorname – Multitasking mein Normalzustand.

Die Kerze brannte an beiden Enden.

Ich stand permanent unter Strom, aber ich nannte es Leidenschaft.​
Ich funktionierte – und überhörte alle Signale meines Körpers.

Vor meinem Zusammenbruch in Buenos Aires im Februar 2019 hatte ich in nur sechs Wochen vier heftige Infekte – hohes Fieber, Bronchitis, eine Nasennebenhöhlenentzündung. Kaum war einer überstanden, kam der nächste.

In den Jahren zuvor war ich in jedem Urlaub krank:

  • In Marokko, bei einem Yoga-Retreat.
  • In Balderschwang, bei einem Chakra-Retreat.​
  • In der Atacama-Wüste – einem Ziel auf meiner Bucket List – lag ich mit Fieber im Bett.

​Ich konnte die Uhr danach stellen – in den ersten Urlaubstagen lag ich immer flach.

Zweimal, 2017 und 2018, hatte ich Lungenentzündungen, die ich einfach „in den Skat gedrückt“ habe.

Ich habe die Warnzeichen gesehen – aber ignoriert.

Ich dachte: Ich bin halt jemand, der viel leistet. Ich schaff das.

​Bis mein Körper in Buenos Aires die Notbremse zog, als ich auf dem Weg in die Antarktis war – meinem großen Reisetraum, den ich mir zum 60. Geburtstag geschenkt habe.

Ich brach zusammen – physisch, emotional, energetisch.

Das war ich an meinem 60. Geburtstag!

​Es folgte ein Jahr auf der Couch.

​Ein Jahr des Stillstands.​
Ein Jahr, in dem ich zum ersten Mal wirklich zuhörte.

​Damals fand ich den Satz, der alles verändert hat:

„Spricht die Seele zum Körper: Tu du was – auf mich hört sie nicht.“

Er wurde mein Wendepunkt.

​Ich begann zu verstehen, dass Heilung nicht bedeutet, noch mehr zu tun – sondern anders zu atmen, zu leben und zu sein.

​Über Ayurveda fand ich zurück in meinen Rhythmus.


Durch die Buteyko-Methode lernte ich, ruhig, sanft und gesund zu atmen.​
Und durch Yoga erkannte ich: Mein Atem ist die Brücke zwischen Körper, Geist und Seele.

​Als ich anfing, meinen Alltags-Atem zu trainieren, veränderte sich alles:

✨ Ich hatte mehr Energie – ohne Kaffee oder Nahrungsergänzungsmittel

​✨ Ich konnte wieder Treppen steigen – ohne außer Atem zu geraten​

✨ Meine Infekte wurden seltener​

✨ Und ich fühlte mich zum ersten Mal seit Jahren wieder sicher in meinem Körper

​Heute begleite ich Frauen, die genau dort stehen, wo ich einmal war – eng, erschöpft, voller Sehnsucht nach Energie und Vertrauen.

​Ich weiß, dass sie alles in sich tragen, was sie brauchen – sie müssen es nur wieder atmen lernen.

So findest du zurück in deine Atemkraft

In meinem Atemcoaching verbinden wir:

  • die Buteyko-Methode → für gesunde CO₂-Werte und Nervensystemberuhigung

  • Breathing Ayurveda® → um deinen Atemtyp, dein Dosha, Agni & Ama und deinen Alltag mit der Weisheit des Ayurveda zu harmonisieren

  • sanftes Atemtraining → ganz ohne Zwang, Druck oder Leistungsdenken

Lies weiter & vertiefe dein Wissen:

Fazit: Du atmest – aber atmest du richtig?

Chronische Überatmung ist kein Schicksal.

Sie ist veränderbar.

Schritt für Schritt.

Mit Wissen, Bewusstsein und deinem Atem als Verbündeten.

Dein Atem in Balance – das ist mein Ziel für dich.

Dein Körper hat das Wissen.
Dein Atem hat die Kraft.
Du brauchst nur den Weg zurück.

Ich begleite dich gern.

Dein nächster Schritt

Möchtest du jetzt:

💚 dein erstes Atemcoaching buchen?

💚 den Selbsttest machen?

💚 mich kennenlernen und gemeinsam herausfinden, ob dein Atem der Schlüssel ist?

Dann schreib mir – oder atme erst mal sanft … und spür rein. Dein Atem kann das.

Atementspannte Grüße

deine Jutta

Jutta Am Tisch vor Palme

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